Apt, Ockerfelsen und Hochebene

Apt, Ockerfelsen und Hochebene

Apt wird oft als Hauptstadt des Luberon bezeichnet, liegt aber ebenso zu Füßen der Vaucluse. Seine lokalen Märkte, in denen Produkte wie Honig, Kräuter, Früchte und das berühmte kandierte Obst verkauft werden, ziehen Besucher an.

Bevor man nach Apt kommt, lohnt sich ein kurzer Aufenthalt am Pont Julien sehr!
Diese römische Steinbogenbrücke über den Fluss Calavon in sehr malerischer Umgebung wurde im Jahr 3 v. Chr. erbaut. Sie ist heute für den Verkehr gesperrt und nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Es gibt direkt dabei einen kleinen Parkplatz und auf der anderen Flussseite einen Rastplatz.

Ansonsten hat man hier die Qual der Wahl: Roussillon oder Rustrel? Oder beides?
Es geht in jedem Fall um die unglaublichen Ockerfelsen, die sowohl der Landschaft als auch den Orten ein sehr eigenes Gepräge geben.
Roussillon ist umworbener, entsprechend ist mehr los, und die Ockersteinbrüche liegen dicht beim Ort. Zum Stellplatz sind wir im letzten Jahr wegen Bauarbeiten nicht gekommen, die anderen Parkplätze waren voll, so dass wir wieder umkehrten.

Der „Colorado provencal“ bei Rustrel sagt uns mehr zu. Es ist ein stillgelegter Betrieb zur Ockergewinnung. Sehr weitläufig, man kann prima zwischen und über die Ockerhänge wandern und die verschiedenen Farben des Ocker bewundern (Wer kleine Gefäße dabei hat, kann auch Proben nach Hause bringen).

Ocker

Im hinteren Teil des Parkplatzes kann man auch gut übernachten. Das Gelände ist etwas ruppig, aber man findet einen schönen Platz, meist unter Bäumen. Und hat daher auch relativ viel Abstand zu anderen Übernachtern.

Nach dem Aufenthalt hier im „Ockerland“ muss man sich wieder entscheiden: westlich weiter im Tal nach Gordes und Fontaine-de-Vaucluse oder bei Rustrel die wunderbare D30 hinauf auf die Hochebene der Vaucluse. Man bekommt einen phantastischen Einblick in die Kargheit und Rauhheit der trockenen Garriguelandschaft. Die Vaucluse ist weitaus löchriger als ein Schweizer Käse, Regen, der fällt, verschwindet sehr schnell im Untergrund des Karstgesteins und nützt dem Bodenleben recht wenig. Das Wasser sammelt sich unterirdisch und kommt bei Fontaine-de-Vaucluse als Quelle der Sorgue in einem großen Quelltopf wieder zutage.

Wir würden diese Variante wählen und über Saint-Christol oder Simiane-la-Rotonde nach Sault fahren. Gordes und Fontaine-de-Vaucluse sind nicht weit weg und können leicht wieder erreicht werden.

In Sault lässt man gern einiges an Euro liegen, denn die kleinen Kissen mit Lavendelblüten, die Lavendelsträuße, die Parfumfläschchen und die vielen anderen Angebote rund um den Lavendel sind doch gar zu verführerisch.

Von Sault geht es ziemlich leicht auf der D1 über den Col Notre-Dame-des Abeilles (knapp 1000 m hoch) nach Villes-sur-Auzon. Aber unvergleichlich viel schöner ist eine Fahrt auf der D942 durch die enge Gorges de la Nesque dort hin. Und wenn man, wie wir empfehlen, auf dem schönen und gemütlichen Camping municipal in Villes-sur-Auzon Station macht, kann man wunderbare Wanderungen in der Umgebung machen oder mit dem Rad so weit man mag in die Schlucht und wieder heraus fahren. Wenn man denn mag, bis Sault. Von vielen Motorfahrzeugen wird man dabei nicht gestört.

Gorges de la Nesque

Camping Municipal in Villes-sur-Auzon – Koordinaten: 44.055346, 5.237030

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hallo, ich bin Wolfgang

Typisch Provence

Willkommen auf dieser Seite über das Reisen im Wohnmobil. Vielleicht gibt es hier ja ein paar Anregungen?