Wie auch bei „Das Land der Dentelles“ ist es auch hier nicht sehr sinnvoll, eine Routenempfehlung zu geben. Es gibt einfach viel zu viele Variationsmöglichkeiten. Man muss also selbst entscheiden, welche Orte und Sehenswürdigkeiten man anfährt und in welcher Reihenfolge das sein soll. Einen Fehler kann man dabei eigentlich nicht machen, denn alles wird man wohl sowieso nicht besuchen können. Zum anderen sind die Entfernungen nicht so groß, so dass es zu verkraften ist, wenn man irgendwo vorbei kommt, wo man schon einmal war.
Ich will jetzt also lieber Orte aufzeigen, die es wert sind, sie zu besuchen und über die man hinterher froh und stolz ist, dort gewesen zu sein. Sie werden in der Regel nur kurz beschrieben. Ausführlichere Informationen gibt es zuhauf im Internet. Wenn man nicht alle möglichen Seiten aufrufen will, ist Provence.de eine sehr gute Anlaufstelle. Es gibt nicht nur Beschreibungen der verschiedenen Gebiete und Landschaften, sondern auch viele Hintergrundinformationen. Und unter dem Menüpunkt <Städte> gibt es alfabetisch geordnet Informationen zu ganz vielen Orten in der Provence.
- Venasques, 43.995168, 5.148708
Zum Beispiel Städte – V. Als dritten Eintrag findet man dort Venasques. Es zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und hat uns sehr, sehr gut gefallen.
Die Kurzform des Eintrags:
Es sind nicht nur die zahlreichen idyllischen kleinen Plätze, die das Dorf so malerisch machen, sondern vor allem seine besondere Lage. Hoch oben thront Venasque auf einem Kalkfelsen und bietet von dort ein zauberhaftes Panorama auf die umliegende Terrassenlandschaft und auf den Mont Ventoux. Diese Lage auf einem Felsvorsprung lässt Venasque das ganze Jahr über in einem außergewöhnlichen Licht erscheinen.
- Gordes und Sénanque
Eine kurvenreiche, schöne Straße führt von Venasques hinauf nach Murs (dort gibt es einen kleinen Campingplatz) und Joucas nach Gordes >> Städte – G.






Oder man besucht zunächst die Abtei von Sénanque mit ihrer traumhaften Lage – den Besuch dort muss ich sowieso dringend empfehlen – und fährt von dort das Sträßchen hinauf nach Gordes. Dort würden wir uns außer der Stadt selbst das Village des Bories, das Dorf der Bories in der Nähe nicht entgehen lassen.






- Fontaine-de-Vaucluse – die größte Quelle Frankreichs, 43.919707, 5.127016
Umgeben von über 200 m hohen Felswänden entspringt hier gleich ein ganzer Fluss, die Sorgue. Es ist das gesammelte Wasser aus Regen und Schnee, das über eine sehr große Fläche im Karstgestein versickert ist und unterirdisch hierher geführt wird. Vor allem im Frühjahr kann die Wassermenge sehr groß sein.










Leider war zuletzt der Zugang zum Quelltopf aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich, da Felssturzgefahr besteht. Ob das noch so ist, ist mir nicht bekannt. Aber auch wenn die letzten Meter nicht mehr zugänglich sind, ist der Spazierweg aus dem Ort hinaus in diese enge Schlucht wunderschön. Unterwegs kann eine historische Papiermühle besichtigt werden. Sehenswert ist auch die kleine Kirche Saint-Véran im provenzalisch-romanischen Stil.
Parken muss man außerhalb des Ortes, es gibt einfach keinen Platz im Ort. Einen Stellplatz, betrieben von Camping-Car Parc, gibt es hinter dem großen Parkplatz. Wer den nicht nutzen möchte, stellt das Wohnmobil für die Zeit des Besuchs auf dem Parkplatz ab.
L’Isle-sur-la-Sorgue lässt sich gern als „Venedig der Provence“ bezeichnen. Laut Städte-L (letzter Eintrag) hängt das mit den zahlreichen Flussarmen der Sorgue, die durch die Stadt ziehen, zusammen. Auch die vielen historischen Wasserräder tragen zu diesem Bild bei. Bekannt, berühmt und zum Teil berüchtigt (wegen der Menschenmassen) sind die sonntäglichen Antiquitätenmärkte, zeitgleich mit dem Wochenmarkt.







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